Archiv für die Kategorie ‘Brisbane südwärts’

40. Reisetag - 31.10.08

Samstag, 01. November 2008

Heute sind wir mit strahlendem Sonnenschein erwacht. Als erstes gings zur Scenic World von Katoomba um von dort via Furber Steps, Katoomba Falls und Orphan Rock ins Jamison Valley zu steigen. Das war ein schöner, zum Teil sehr steiler Weg den Felsen entlang ins Tal.

Thomas auf den Furber Steps hinunter ins Tal

Thomas auf den Furber Steps hinunter ins Tal

 

Unten angekommen sind wir zuerst ein Stück auf dem Federal Pass (ein Weg) gelaufen um dann den schön gemachten Weg im Regenwald zu laufen. Danach gings mit der Scenic Rail, einer mega steilen Standseilbahn, wieder nach oben. Das Bähnli war mega steil! Aber man hat einen wunderbaren Blick auf den Blue Mountain Nationalpark und die vielen Farnbäume, die es hier hat.

Blue Mountains

Blue Mountains

Den Rest der Blue Mountains haben wir dann mit dem Auto via Scenic Drive angesehen und an verschiedenen Aussichtspunkten einen Halt eingelegt oder einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei sind wir auch vielen Eidechsli und einer grösseren Echse begegnet. Toll!

Danach gings an Sydney vorbei Richtung Landesinneres. Denn morgen möchten wir die Hauptstadt Canberra ansehen.

 

39. Reisetag - 30.10.08

Samstag, 01. November 2008

Irgendwie ist es wahnsinnig, wie viel wärmer es hier ist, wenn die Sonne scheint! Toll!! Für heute hatten wir eine Waltour gebucht. Gleich nach der Hafenausfahrt haben wir schon zwei Delfine gesehen. Und etwas vor dem Festland haben wir eine Gruppe von Walen getroffen (ca. 5-6 Stk.), die sogar ein Junges dabei hatten. Und der Hammer – das Junge hat mächtig in die Trickkiste gegriffen! Es kam immer und immer wieder aus dem Wasser, hat nur geguckt oder ist die meisten Male richtig toll gesprungen. Auch mit der Seitenflosse winken oder mit dem Schwanz aufs Wasser schlagen haben wir erlebt. Mega!!! Und sie waren wirklich sehr nahe bei unserem Boot. So schön!

 

Danach ging’s los in die Blue Mountains! Aber wer, wie wir, jetzt Passstrassen und kleine Bergdörfer, ja Berge überhaupt, erwartet, der hat sich getäuscht. Zwar führt die Strasse stetig von knapp unter 100 M.ü.M. auf über 1000 M.ü.M., aber diese Steigung merkt man nicht. Die Strasse ist ein zweispurig ausgebauter Highway, der mehr oder weniger gerade in die Berge führt. Und die Bergdörfer sind stattliche Orte, welche zum Teil sogar so zusammengebaut sind, dass man nicht erkennen kann, wo die Ortsgrenze ist. Und wir würden den Blue Mountains wohl eher Hügel sagen. Aber das ist ja auch egal.

 

Wir waren auf jeden Fall auf diesem Highway relativ schnell in Katoomba, wo wir zuerst zum Echo Point fuhren um von dort die Felsformation „Three Systers“ anzuschauen. Der Car-Parkplatz und die ganze Anlage am Echo Point lassen erahnen, dass es hier auch mal mehr Leute haben kann… Aber bei Sonnenuntergang – eigentlich das schönste Licht auf der Felsformation – waren wir gerade noch 8 Leute. Das war richtig zum Geniessen!

Die Felsformation der drei Schwestern in den Blue Mountains

Die Felsformation der drei Schwestern in den Blue Mountains

38. Reisetag - 29.10.08

Samstag, 01. November 2008

Von Taree sind wir heute in die Seenplatte gefahren (Great Lakes Council). Leider ist es heute grau und regnet auch immer mal wieder… Wir haben uns nichts anmerken lassen und die Sehenswürdigkeiten trotzdem angesehen. Und wir hatten immer Glück. Wenn wir draussen waren, blieb es trocken.

Nein, das ist kein Schwarz-Weiss-Foto. Heute sah der Leuchtturm von Seal Rocks so aus.

Nein, das ist kein Schwarz-Weiss-Foto. Heute sah der Leuchtturm von Seal Rocks so aus.

 

Danach gings nach Port Stephens bzw. Nelson Bay. Dort hat es viele Koalas, Delfine und Wale. Also nichts wie los auf Koala-Suche! J Aber auch nach stundenlangem „nach oben Blicken“ – Nichts (ausser Nackenstarre!).

Erst nachdem es schon dunkel war sind wir zurück zum Camping. Dieses Mal hatten wir sogar einen Platz direkt am Strand. Nur war das Wetter ja nicht wirklich bombig. Also konnten wir den Platz auch nicht geniessen. Und das WC war am anderen Ende des Platzes… alles hat seine Vor- und Nachteile.

37. Reisetag - 28.10.08

Samstag, 01. November 2008

Heute haben wir vor dem Zmorge einen Morgenschwumm im Meer gemacht. Und beim herunterlaufen an den Strand haben wir ganz nahe am Strand zwei Delfine gesehen!

Danach sind wir nach Coffs Harbour zur Big Banana gefahren. Das ist eine grosse Bananenplantage, die man besuchen kann. Nachdem wir schon bei den Ananas und dem Zuckerrohr waren, wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Hier in New South Wales sind die Bananenplantagen eher an den Hügeln. Wie wir später erfuhren, ist dies eher hinderlich. Denn in New South Wales hat alles mit den Bananen angefangen, bevor sich die Plantagen dann nach Queensland verschoben, da dort auch in der Ebene angepflanzt werden kann, was das Ernten erheblich vereinfacht und somit auch den Preis senkt. In New South Wales muss man sich auf Bananensorten spezialisieren, die eher Nischenprodukte sind. Dann kann man als Plantage überleben. Sonst nicht.

Die von uns besuchte Bananenplantage lebt nicht mehr vom Bananenverkauf sondern mehr vom Tourismus. Die Bananenstaude ist kein Baum sondern eigentlich eine Ansammlung von langen Blättern, die eine Art Stamm bilden. Dieser Stamm ist ein grosser Wasserspeicher und wenn man die Bananenstaude zur Seite drückt gibt sie effektiv nach. Jede Bananenstaude bildet nach ca. 1 Jahr eine riesige Blüte. Die sieht aus wie ein umgekehrter Tropfen. Unter jedem der dunkelroten Blütenblätter befinden sich ca. 20 Blütenstempel. Das grosse Blütenblatt hebt sich aufgrund der Sonneneinstrahlung und die darunter liegenden Stempel werden frei. Diese werden dann bestäubt und der vordere Teil des Stempels fällt mit der Zeit ab. Der Hintere Teil wächst und bildet die Banane. Und da es eine Blüte ist (oder ein Teil davon), wächst sie nach oben, dem Licht entgegen. Das gibt dann die Krümmung der Banane.

Die Bananenblüte mit den bereits bestäubten Blütenteilen (Bananen) oben und der restlichen Blüte mit weiteren hundert Bananen unten.

Die Bananenblüte mit den bereits bestäubten Blütenteilen (Bananen) oben und der restlichen Blüte mit weiteren hundert Bananen unten.

 

Eine Bananenstaude kann hunderte von Bananen machen. Allerdings werden sie dann nicht reif, da die Staude nicht genug Kraft hat, all die Bananen an der Blüte mit Zucker zu versorgen und reifen zu lassen. Also schneidet die Bananenplantage irgendwann die Blüte ab und lässt nur die Bananen reifen, welche schon gebildet sind (also diese Blüten, welche schon bestäubt sind).

Zudem hat eine Bananenpflanze auch nur eine gewisse Menge Zucker. Je weniger Bananen und je kleiner die zudem sind, desto süsser sind die Bananen. Wir haben den Test mit auf der Plantage und im Laden gekauften (Queensland-)Bananen gemacht – es stimmt!

Wenn die Stauden nahe der Reife sind (nach weiteren ca. 6 Monaten, also nach Total 18 Monaten), werden sie noch grün abgeschnitten und in die Verpackerei gebracht. In New South Wales müssen die Arbeiter die schweren Bananenstauden zum 4WD tragen, der die Bananen dann aus der hügeligen Landschaft in die Verpackerei bringt. In Queensland kann man mit den Maschinen durch die Plantage fahren, das ist natürlich viel einfacher. Denn eine solche Bananenstaude wiegt schnell mal bis zu 60kg! Es kann sein, dass sich auch hie und da mal eine Schlange in den Sack „verirrt“, da es dort schön warm ist. Bananenplantagenarbeiter sein ist also kein einfacher Job!

Die Bananen werden grün geerntet, da sonst alle Tiere die Bananen von der Staude fressen würden. Zudem reifen nicht alle Bananen miteinander, so dass gar keine ganz gelbe Staude abgenommen werden kann. In der Verpackerei werden sie zuerst mal geschnitten. Rund um die Bananenstaude bilden sich diese 20er-Gruppen von Bananen (jedes einzelne Blütenblatt). Diese Gruppen werden Hände genannt und als ganzes schön dem Stängel entlang abgetrennt. Dann werden die Hände in Finger zerschnitten (zwischen 3 und 6 Bananen) und auf ein Förderband gelegt. Auf dem Förderband laufen sie dann durch eine Waschanlage und werden danach in die Bananenschachteln für den Verkauf abgepackt. Sie sind noch grün und alle im gleichen Reifestadium. Die meisten Grossisten haben einen Reiferaum für die Bananen, um die Endreife zu erreichen. Denn Bananen brauchen keine Sonne um zu reifen, sondern ein bestimmtes Gas. Und das stossen die gelben Bananen z.B. aus. Wenn man also zu Hause reife und noch grüne Bananen hat -> zusammen in einen Papier- oder Plastiksack und die grüne Banane reift. Dieses Gas haben die Grossisten und lassen es in den Reiferaum strömen. So haben sie immer die Menge reife Bananen, die sie gerade benötigen.

Die Bananenpflanze selber trägt nur einmal eine Frucht/Blüte. Darum wird sie auch nach der Ernte abgeschnitten (man sieht dann gut die einzelnen Blätter, die den Stamm bilden – sieht fast aus wie Jahrringe) und zu Kompost verarbeitet. Die Banane pflanzt sich unterirdisch durch neue Sprossen fort. Und zwar meist Bergwärts. So wandert eine Plantage im Laufe der Zeit.

In Port Macquarie haben wir das Koala Hospital besucht. Leider war schon alles zu. Die verletzten Koalas konnte man aber trotzdem besuchen. Vor dem Hospital hat es eine Tafel, auf der alle Patienten aufgeführt sind und auch steht, was sie haben. Die Meisten hatten einen Unfall mit einem Auto. Einer ist vom Baum gefallen (??) und einer in einen Buschbrand gekommen. Und es hatte auch viele Fakten zu den Koalas sonst. Das war sehr interessant. Der Grösste Feind des Koala ist der Mensch. Denn am Meisten kommen bei Autounfällen ums Leben. Am Zweitmeisten, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. Und dann gibt es noch Krankheiten, die ihnen zu schaffen machen.

 

Heute haben wir noch gemerkt, dass New South Wales auf Sommerzeit umgestellt hatten. Aber nur New South Wales. Queensland hat keine Sommer- und Winterzeit…. Aha! Die letzten drei Tage liess es sich auch mit Winterzeit noch gut Reisen J

36. Reisetag - 27.10.08

Dienstag, 28. Oktober 2008

Aus Southport heraus gings über die Rennstrecke. Und das ganz legal! Irgendwie war die Strasse mit Verkehrskadetten wieder geöffnet. Es hatte bloss fast keinen Verkehr, aber aufgehalten hat uns auch niemand, also sind wir da durch. Die ganzen Absperrungen vom Autorennen standen immer noch. Nur die Fans fehlten J

Schlussendlich sind wir dann auf dem Gold Coast Highway gelandet. Aber das Wort Highway verspricht zu viel… es war eine riesen Baustelle! Aber dann gings auf dem Pacific Highway nach Byron Bay. Bei Tweed Heads haben wir noch den Staat gewechselt. Wir sind nun nicht mehr in Queensland unterwegs sondern in New South Wales.

In Byron Bay haben wir den hübschen Leuchtturm angesehen und von dort oben auch noch Buckelwale (ca. 4 Stk.) und Delfine (ca. 6 Stk.) gesehen. Die Delfine haben in den Wellen gespielt. Das hat super ausgesehen. Zmittag gegessen haben wir dann am Strand von Byron Bay. Schön, ein kleines Picknick an der Sonne!

Die Nacht verbringen wir auf dem kleinen Camping von Corindi Beach, fast direkt am Strand. Wir geniessen das Meer noch, bevor wir dann Sydney umfahren und in die Berge des Hinterlandes wechseln.

Der Leuchtturm von Byron Bay

Der Leuchtturm von Byron Bay

Delfine beim Spiel mit den Wellen

Delfine beim Spiel mit den Wellen

35. Reisetag - 26.10.08

Montag, 27. Oktober 2008

Heute stand Brisbane erkunden auf dem Programm, bevor wir Richtung Surfers Paradies weiterfuhren. Das haben wir nochmals mit dem Bus gemacht. Autofahren ist hier ziemliche Konzentrationssache. Die Strassen sind unglaublich riesig und im Zentrum z.T. Einbahnen.

Wolkenkratzer von Brisbaine von der Fähre aus gesehen. Die alten Gebäude dazwischen erkennt man gar nicht mehr.

Wolkenkratzer von Brisbaine von der Fähre aus gesehen. Die alten Gebäude dazwischen erkennt man gar nicht mehr.

Gleich beim Camping hat es eine Strasse mit total 8 Spuren und die Fussgängerampel ist ca. 7 Sekunden grün und danach beginnt sie schon rot zu blinken (=orange). Das schafft man nie bei grün über die Strasse. Ist noch ein komisches Gefühl, vor 8 Reihen Autos zu stehen…. Da kann man nur sagen „Hopp Schwiiz!!

Zuerst haben wir die Parkanlage South Bank angesehen. Die ist mega schön gemacht. Hier war auch ein Teil der Weltausstellung vor Jahren. Und das sieht man immer noch. Und auch hier ist alles mega familienfreundlich. Mitten im Park hat es ein riesiges Bad. Es ist wie ein Fluss-System über Steine und wird bis zum Meer mit echtem Sandstrand und auch Sand im Wasser. Oder Wasserspiele mit kippenden Schalen. Und dazwischen immer wieder Wiese und Palmen, wo sich die Familien mit Decken und Picknick für einen super Sonntag eingerichtet haben. Einfach genial!

Dann sind wir über in den Botanischen Garten. Auch dieser Park ist mega schön gemacht. Mit der Fähre haben wir Brisbane noch vom Wasser aus angesehen und sind in der Einkaufsstrasse gebummelt. Da ist auch am Sonntag extrem viel los und die Läden haben geöffnet und überall hat es Strassenkünstler und Kaffees.

Danach gings Richtung Gold Coast. Und in Southport vielen uns als erstes die mega Hochhäuser auf. Sieht nicht wirklich schön aus. Aber fällt auf… Und es war ein Gewirr von Absperrungen und unglaublich viel Volk und Autos unterwegs. Auch grosse Lastwagen. Wir sind dann Richtung Main Beach gefahren und zu unserem Camping in Strandnähe.

Und auf dem Camping hatten wir mega Glück, wir erhielten den letzten Platz. Zwar ohne Strom, aber das machte ja nichts. An der Reception sagten sie uns dann, dass das Indy-Autorennen die letzten Tage in der Stadt war. Ähnlich wie Monaco (www.indy.com.au). Aha. Alles klar. Da hatten wir ja mega Glück gehabt nicht vorher hier zu sein.